Es gibt zwei entgegengesetzte Herangehensweisen an Krankheiten: Wir lassen jedes Jahr unser Auto vom Fachmann überprüfen. Er repariert und wartet, was er für notwendig hält. Ähnlich verfahren viele Menschen mit ihrem Körper. Sie lassen sich regelmäßig von einem Arzt oder in einer Klinik untersuchen. Danach nehmen sie die verschriebenen Medikamente und lassen die empfohlenen Eingriffe durchführen. Für sie sind Krankheiten Feinde, die es auszurotten gilt. Ich kann eine Krankheit meines Körpers aber auch als Verbündeten betrachten. Sie zeigt mir, dass ich mich zu wenig bewege, falsches esse, nicht meinen Tagesrhythmus lebe oder an Dingen hänge, die mir nicht gut tun.
Jeder Mensch ist ein Individuum mit einem ein bisschen anderen Eiweiß. Der Körper eines Neugeborenen besteht aus Stoffen und Kräften der Eltern. Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln, Mumps und Windpocken lösen mit Fieber vererbte Strukturkräfte auf. Sie werden über die Haut ausgeschieden und erscheinen dabei als Ausschlag. So passen Kinder ihren Körper ihrem individuellen Ich an. Fieber kann Fremdstoffe von Bakterien und Viren ebenso wie wuchernde Lebenskräfte von Tumoren auflösen. Die genetische Struktur jedes Menschen ändert sich im Laufe der Zeit. Fieber löst die nicht oder nicht mehr benötigten Strukturkräfte auf ohne den Körper zu gefährden. Nur die Krankheit, gegen die das Fieber kämpft, oder eine starke Unterernährung können zum Tod führen. Fieber zwischen 37 und 40°C aktiviert das ganze Immunsystem.[1],[2],[3] Der Kranke soll schlafen oder dösen und nichts Schweres essen. Sein Fieber erhöht den Puls. Um das Herz nicht zu stark zu belasten, wird zu langes oder zu hohes Fieber mit Wadenwickeln gesenkt. Jede schwere Krankheit strengt an. Daher benötigt der Patient auch Rekonvaleszenz. Danach ist er stärker als vor Ausbruch der Krankheit.[4] Auch andere Symptome wie Husten, Nießen, Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall zeigen, dass das Immunsystem auf Hochtouren läuft.
In der Homöopathie wird der Patient mit einem potenzierten Präparat behandelt, das bei einem Gesunden die Symptome hervorruft, an denen er leidet. „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.“[5] Eine Urtinktur wird dadurch dynamisiert, dass sie meist im Verhältnis 1: 10 oder 1:100 mit Milchzucker verrieben oder mit Alkohol oder Wasser verschüttelt wird.[6] Der Wiener Chemiker Viktor Gutmann zeigte Ende des 20. Jahrhunderts, wie sich beim Potenzieren die Struktur des Lösungsmittels ändert – auch wenn in ihm kein einziges Molekül der Urtinktur enthalten ist.[7]
Die anthroposophische Medizin kombiniert konventionelle mit alternativen Heilverfahren. So kann sie nicht nur in den Körper eingreifen, sondern die Heilung auch in Lebensleib, Seele und Geist des Menschen anstoßen. Sie heilt mit potenzierten Arzneien von der Urtinktur bis D30, Kunsttherapien, Wärmebehandlungen, Heileurythmie und biologisch-dynamischer Ernährung. Mit Misteln können Krebs im Anfangsstadium geheilt und Metastasen verhindert werden. Misteln wirken je nach Wirtsbaum wie Birke, Kiefer oder Esche und Zubereitung anders. Jedem Menschen hilft ein anderes Präparat. Ein Arzt testet, auf welches Mittel das Blut des Patienten am stärksten reagiert.[8] Nach einiger Zeit gewöhnt sich der Körper. Dann wird die Behandlung nach einer Pause mit einem anderen Präparat fortgesetzt. Die Schulmedizin testet Medikamente in Studien, indem sie die Hälfte der Patienten mit gleichen Symptomen mit dem gleichen Medikament und die andere Hälfte mit Placebo behandelt. Daher zeigen diese Doppelblind-Studien eine Wirkungslosigkeit der Misteltherapie, auch wenn sich die Gesundheit von über 90% der richtig behandelten Patienten verbessert hat.
Jede Krankheit hat eine Ursache: Eine Fischvergiftung, Abtreibungen, ein totgeschwiegenes Familienmitglied, Kriegserlebnisse, eine Vergewaltigung, Krankenhauskeime oder eine Impfung. Ein guter, erfahrener Arzt findet sie – auch wenn sie der Patient verdrängt oder leugnet.[9]
Wie alle Naturwissenschaften beschränkt sich die Schulmedizin auf den materiellen Teil der Wirklichkeit. Sie unterdrückt Symptome und versucht, den Patienten in den Zustand unmittelbar vor Ausbruch der Krankheit zurück zu bringen. So wird er ständiger Kunde des Gesundheitssystems. Ohne Heilung kann er nicht an seiner Krankheit wachsen.
[1] https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/koerper-wissen/bei-fieber-laeuft-unser-immunsystem-zu-hoechstform-auf
[2] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wie-fieber-dem-immunsystem-hilft
[3] https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=19&jahr=2006&typ=1&nid=26322
[4] Dr. med. Daphné von Boch, https://perseus.ch/archive/8635
[5] https://www.homoeopathie.at/was-ist-homoeopathie
[6] https://anthrowiki.at/Hom%C3%B6opathie
[7] https://anthrowiki.at/Viktor_Gutmann
[8] https://www.misteltherapie-stuttgart.de
[9] Dr. Andreas Johannes Grüner in https://corona-transition.org/anfangsgrunde-zusammenfassung-der-91-sitzung-des-corona-ausschusses