
Bei der Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR) wird Erbsubstanz (DNA) im Laborvervielfältigt. Die Ausbeute wird im nächsten Zyklus vermehrt. Das führt zu einem exponentiellen Wachstum. Mit ihm lassen sich tote Gen-Schnipsel nachweisen. Meist sind sie Überbleibsel eines Kampfes des Immunsystems gegen eine Erkältung oder Grippe. Ein PCR-Test kann keine vermehrungsfähigen Viren und schon gar keine Infektion nachweisen.
2014 setzte das Corona-Virus MERS Saudiarabien in Angst und Schrecken. Viele Gesunde wurden mit PCR zum MERS-Fall getestet. Damals erklärte Christian Drosten: Bisher gab es „eine klare Fall-Definition, also ein striktes Schema, das festlegte, welcher Patient als Mers-Fall gemeldet wurde. Dazu gehörte zum Beispiel, dass der Patient eine Lungenentzündung hat, bei der beide Lungenflügel betroffen sind. Als in Dschidda Ende März diesen Jahres aber plötzlich eine ganze Reihe von Mers-Fällen auftauchten, entschieden die dortigen Ärzte, alle Patienten und das komplette Krankenhauspersonal auf den Erreger zu testen. Und dazu wählten sie eine hochempfindliche Methode aus, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR). .
Die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären. Dazu kommt, dass die Medien vor Ort die Sache unglaublich hoch gekocht haben.
Es wäre sehr hilfreich, wenn die Behörden in Saudi-Arabien wieder dazu übergehen würde, die bisherige Definitionen der Krankheit einzuhalten. Denn was zunächst interessiert, sind die echten Fälle. Ob symptomlose oder mild infizierte Krankenhausmitarbeiter wirklich Virusträger sind, halte ich für fraglich. Noch fraglicher ist, ob sie das Virus an andere weitergeben können.“[1]
Derselbe Christian Drosten veröffentlichte schon am 23.01.2020 mit Kollegen eine Studie[2], mit der sie den PCR-Test an die Ende Dezember 2019 in Wuhan aufgetretene Krankheit anpassten. Da weder Proben Erkrankter noch eine Studie aus China vorlagen, nahmen die Autoren an, dass die Krankheit durch SARS-ähnliche Corona-Viren ausgelöst wird und verwendeten 375 genetischer Sequenzen anderer SARS-Viren[3]. Im November 2020 forderten 22 Wissenschaftler, diese Studie wegen schwerer Fehler und verschwiegener Interessenskonflikte zurückzuziehen.[4] Trotz allem gilt der Drosten PCR-Test als Goldstandard unter den Corona-Tests.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO reduzierte die Anzahl der gesuchten Gene von 3 auf 2 und schließlich auf 1 Gen. Bei 100.000 Tests von nicht Infizierten kommt es bei 3 Genen zu 10 falsch positiv Getesteten, bei einem einzigen Gen zu 2.690 falsch Positiven. In Thailand wird mit bis zu 6 Genen getestet.
Der Ct-Wert gibt an, ab wie vielen Zyklen die gesuchten Gen-Schnipsel erkennbar sind. Ein Ct-Wert von 25-35 sollte erst nach erfolgreicher Virusanzucht als positiv gewertet werden. Höhere Ct-Werte haben keinerlei wissenschaftliche Grundlage. Der von der WHO weltweit propagierte PCR-Test war auf 45 Zyklen eingestellt ohne einen Grenzwert für positiv zu definieren.[5]
Am 20.02.2021 wies die WHO darauf hin, dass ein PCR-Test nur eine Diagnosehilfe ist. In jedem Einzelfall sind Krankheitssymptome, Vorerkrankungen, Art der Durchführung und Kontakte des Patienten zu berücksichtigen.[6] Mit anderen Worten: Nur Erkrankte sollten getestet werden.
Für einen PCR-Tests ist Schleimhaut aus Nasenrachen oder Hals erforderlich. Die Probeentnahme ist ein nicht ungefährlicher invasiver Eingriff, der eine Zustimmung des Getesteten voraussetzt und nach den Richtlinien für HNO-Ärzte durchzuführen wäre.[7]
Die derzeit in großem Maßstab durchgeführten PCR-, Antigen- und Antikörpertests sind teuer, gefährden die Gesundheit und wertlos. T-Zellen Tests zeigen dagegen, wer bereits gegen SARS-CoV-2 immun ist.[8]
Noch jubeln viele Menschen dem Pandemie-Erklärer Christian Drosten zu[9]. Doch schon zeigen sich erste Wolken am Horizont: Der Star-Virologe ist einer der wenigen Lehrstuhlinhaber einer deutschen Universität, der weder habilitiert hat noch Vorlesungen hält. Seine Doktorarbeit war verschollen tauchte 17 Jahren nach der Einreichung im Universitätsarchiv wieder auf[10]. In einem Bußgeld-Verfahren bestellte das Amtsgericht Heidelberg Christian Drosten zum Gutachter zur Frage, ob der PCR-Test eine Ansteckungsgefahr zweifelsfrei belegen kann. Er nahm die Herausforderung an und muss die heikle Frage in einem Ergänzungsgutachten darlegen.[11] In wenigen Monaten könnte der Virologe als Sündenbock für alle Schäden einer menschenverachtenden Politik am Pranger stehen. Ihm könnten der Zusammenbruch eines großen Teils des Mittelstandes, Inflation, Massenarmut und Arbeitslosigkeit, Selbstmorde, Erkrankungen, Impftote und eine weitgehende Beseitigung der bürgerlichen Freiheiten in die Schuhe geschoben werden.
[1] https://www.wiwo.de/technologie/forschung/virologe-drosten-im-gespraech-2014-der-koerper-wirdstaendig-von-viren-angegriffen/9903228-all.html
[2] https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES.2020.25.3.2000045
[3] Monika Donner: Corona-Diktatur, Monithor, ISBN 978-3950331448, Seiten 62-68, 100-102, 303-311
[4] https://cormandrostenreview.com/report
[5] Amtsgericht Weimar, Beschluss vom 08.04.2021, Az.: 9 F 148/21, https://openjur.de/u/2334639.html, Seite 172ff
[6] https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information-notice-for-ivd-users-2020-05
[7] https://corona-ausschuss.de, Sitzung 52
[8] https://tkp.at/2020/12/15/strategiewechsel-noetig-testen-auf-t-zellen-immunitaet-statt-wenig-aussagekraeftige-massenhafte-pcr-antigen-und-antikoerper-tests
[9] https://www.youtube.com/watch?v=_ET84X6m8P0
[10] https://www.achgut.com/artikel/professor_drostens_in_der_pcr_test_zwickmuehle
[11] https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/drosten-gutachten-zum-pcr-test-laesst-fragen-offen-0843454005.html